Die Geschichte der Künstlichen Intelligenz – einfach erklärt
Wie ist Künstliche Intelligenz (KI) eigentlich entstanden? Hier bekommst du einen kurzen Überblick – Schritt für Schritt und in einfacher Sprache.
Schon in alten Zeiten: Träume von klugen Maschinen
Die Idee, dass Maschinen denken könnten, ist sehr alt. Schon in alten griechischen Sagen gab es künstliche Wesen – zum Beispiel den Riesen Talos oder die beweglichen Figuren des Erfinders Daidalos.
Die richtige Geschichte der KI als Wissenschaft begann aber erst im 20. Jahrhundert.
1956: Die Geburt der KI
Im Jahr 1956 trafen sich Wissenschaftler am Dartmouth College in den USA. Dabei waren auch John McCarthy, Marvin Minsky und Claude Shannon.
Sie erfanden den Begriff „Künstliche Intelligenz“. Ihr Ziel: Maschinen sollen Aufgaben lösen, für die sonst Menschen nötig sind.
1950er und 1960er: Erste Programme
Die ersten KI-Programme arbeiteten mit festen Regeln.
- Logic Theorist (1955) konnte einfache Mathe-Beweise lösen.
- ELIZA (1966) war ein Programm, das wie ein Therapeut Fragen stellte.
Doch bald wurde klar: Mit festen Regeln allein kann ein Computer nicht wirklich denken. Die Begeisterung ließ nach.
Die „KI-Winter“
Manchmal hatten Forscher zu große Erwartungen. Wenn die KI dann doch nicht so klug war, gab es weniger Geld für die Forschung.
Diese ruhigen Zeiten nennt man KI-Winter.
1980er: Expertensysteme
In den 1980er Jahren kamen die Expertensysteme. Sie sollten das Wissen von Fachleuten speichern – zum Beispiel von Ärzten.
Ein bekanntes Beispiel war MYCIN. Es half Ärzten, Infektionen zu erkennen. Doch auch diese Systeme konnten nur wenig – und nicht dazulernen. Es folgte ein neuer KI-Winter.
1990er und 2000er: Computer lernen aus Daten
Mit dem Internet kamen plötzlich sehr viele Daten: Texte, Bilder, Videos. Genau das brauchen KI-Programme zum Lernen.
1997 besiegte der IBM-Computer Deep Blueden Schach-Weltmeister Garri Kasparow.
Später kamen neuronale Netze und das maschinelle Lernen. Damit lernt der Computer Muster in Daten zu erkennen – ähnlich wie unser Gehirn. 2012erkannte das Netz AlexNet Bilder so gut wie nie zuvor.
Ab 2017: KI versteht Sprache
2017 stellte Google die Transformer- Technik vor. Damit kann eine KI ganze Sätze verstehen.
Daraus entstanden Sprach-KIs wie GPT-3 (2020) und später ChatGPT. Sie können Texte schreiben, übersetzen und Fragen beantworten.
Auch Bild-KIs wie DALL·E oder Midjourney wurden bekannt. Sie können Bilder aus Text-Beschreibungen erstellen.
Heute: KI ist überall
KI steckt schon in vielen Bereichen:
- in Sprachassistenten wie Siri und Alexa,
- in Übersetzungs-Apps,
- in Krankenhäusern bei Diagnosen,
- in der Logistik und im Verkehr.
Es gibt aber auch offene Fragen: Wie sicher sind unsere Daten? Sind die Ergebnisse fair? Und wie viel Strom verbrauchen die großen KI-Modelle?
Eines ist sicher: Die Geschichte der KI geht weiter.